Schnorcheln auf Mallorca: die 10 besten Buchten (2026)
Cabrera, sa Dragonera, Illa del Toro und sieben weitere Buchten, mit den Regeln der Meeresschutzgebiete, Wasserqualität, Bus und Parken.
Die zehn besten Buchten zum Schnorcheln auf Mallorca sind für uns sa Platgeta auf Cabrera, Cala en Lledó auf sa Dragonera, die Illa del Toro, Portals Vells, Sant Elm, Cala Llamp, Cala Fornells, Es Trenc, Cala Blava und Cala Molins. Maßstab war, was Balearen-Regierung und Gemeinden zum Schnorcheln und zum Meeresschutz belegen. Stand: Oktober 2026.
Die 10 Schnorchel-Buchten auf einen Blick
| Platz | Bucht | Gemeinde | Meeresschutz | Wasser (EU, 2025) | Anfahrt ohne Auto |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Sa Platgeta und s'Espalmador | Archipel Cabrera | Nationalpark Cabrera | keine Angabe | Linienboot ab Colònia de Sant Jordi |
| 2 | Cala en Lledó | Andratx (sa Dragonera) | Reserva marina, Naturpark | keine Angabe | Linienboot |
| 3 | Illa del Toro (ses Penyes Roges) | Calvià | Insel: Zona d'Alta Protecció | gut | Bus 106, 123 |
| 4 | Portals Vells | Calvià | keine Angabe | keine Angabe | nein |
| 5 | Sant Elm | Andratx | grenzt an Reserva marina | ausgezeichnet | Bus 121 |
| 6 | Cala Llamp | Andratx | keine Angabe | keine Angabe | nein |
| 7 | Cala Fornells | Calvià | keine Angabe | keine Angabe | nein |
| 8 | Es Trenc | Campos | Reserva Marina del Migjorn | ausgezeichnet | nein |
| 9 | Cala Blava | Llucmajor | an der Reserva Badia de Palma | ausgezeichnet | Bus 504 |
| 10 | Cala Molins | Pollença | keine Angabe | ausgezeichnet | Bus 321 |
„Bus“ heißt: eine Haltestelle des Überlandbusses CTM liegt höchstens 500 m vom Strand entfernt. „Keine Angabe“ heißt: Die amtlichen Quellen sagen dazu nichts. Das ist kein Hinweis auf schlechtes Wasser oder fehlenden Schutz.
Meeresschutzgebiete: was erlaubt ist
Rund um die Balearen gibt es zwölf Reserves marines mit zusammen rund 66.750 ha Meeresfläche (GOIB, Reserves marines). Um Mallorca liegen unter anderem die Reserves Badia de Palma, Migjorn, Llevant, Freu de sa Dragonera und Illes del Ponent mit dem Toro. Dazu kommt der Nationalpark Cabrera mit eigenen Regeln.
- Schnorcheln und Freitauchen (Apnoe): In den Reserves Badia de Palma, Migjorn, Llevant und Ponent ist es laut Balearen-Regierung in der ganzen Reserva frei (GOIB, Migjorn). In der Reserva Freu de sa Dragonera ist es in der ganzen autonomen Zone erlaubt und in den Zonen „ús restringit“ der staatlichen Reserva (GOIB, sa Dragonera).
- Gerätetauchen: In allen Reserves brauchst du dafür eine eigene Genehmigung (GOIB, Normativa general). In den Schutzzonen der Badia de Palma und des Migjorn ist es nicht erlaubt, im Llevant nicht in der Reserva integral zwischen cap de Ferrutx und Penya des Llamp (GOIB, Llevant). Nachttauchgänge in der Badia de Palma brauchen eine Sondergenehmigung (GOIB, Badia de Palma).
- Fische füttern: Im Migjorn ist es verboten (GOIB, Migjorn).
- Höhlen und Nacht im Ponent: In der Reserva der Illes del Ponent darfst du nicht in Meereshöhlen tauchen. In den Zonen hoher Schutzstufe sind Nachttauchgänge für Einzeltaucher nicht erlaubt (GOIB, Ponent).
- Ankern: Auf Seegras (Posidonia oceanica) ist das Ankern in den Gewässern der Balearen grundsätzlich verboten (Decret 25/2018, Art. 7.1, konsolidierte Fassung, Stand 29.06.2021). In den ausgewiesenen Bojenfeldern muss das Boot an einer Boje festmachen, der Anker darf nicht auf den Grund (GOIB, Cuidam la Posidònia). Im Nationalpark Cabrera ist Ankern überall verboten.
- Angeln vom Boot: In den Reserves braucht es eine eigene Genehmigung, die drei Jahre gilt (GOIB, Normativa general).
Wir geben die Regeln so wieder, wie die Balearen-Regierung sie auf ihren Seiten zusammenfasst. Die Decrets selbst haben wir nicht im Wortlaut gelesen. Verbindlich ist der amtliche Text.
1. Sa Platgeta und s'Espalmador, Cabrera
Für Cabrera empfiehlt die Balearen-Regierung selbst, an sa Platgeta und s'Espalmador zu schnorcheln: Dort gibt es abgegrenzte Badezonen, in die keine Boote fahren dürfen (GOIB, Nationalpark Cabrera). An sa Platgeta gibt es zusätzlich einen Unterwasserpfad zum selbst Erkunden, mit Tafeln zu den Fischarten. Der Nationalpark umfasst 89.478 ha Meer.
- Anfahrt: Linienboot ab Colònia de Sant Jordi oder eigenes Boot mit Genehmigung zum Befahren
- Gut zu wissen: An Land gehen darfst du aus dem Wasser nur an sa Platgeta und s'Espalmador. Durch die Hafenzone solltest du wegen des Bootsverkehrs nicht schwimmen.
- Regeln: Im Mai und Juni ist Freitauchen an den Küstenabschnitten verboten, an denen die Art Scyllarides latus ablaicht. Tauchen braucht eine schriftliche Genehmigung, Ankern ist im ganzen Park verboten.
2. Cala en Lledó, sa Dragonera
Cala en Lledó ist laut Balearen-Regierung der Strand auf sa Dragonera, an dem Baden erlaubt ist und den du mit dem Linienboot erreichst (GOIB, Naturpark sa Dragonera). Das klare Wasser lässt dich den Meeresgrund mit Fischen und wirbellosen Tieren zwischen den Seegraswiesen sehen, deshalb rät die Regierung, Maske oder Taucherbrille mitzunehmen.
- Anfahrt: nur per Linienboot zum Anleger von Cala en Lledó
- Schutz: Seit 2020 steht das ganze Ufer der Insel unter der staatlichen Reserva Marina d'Interès Pesquer de l'Illa de Dragonera, 457 ha, davon 82 ha Reserva integral (GOIB, sa Dragonera).
- Gut zu wissen: Bei manchen wirbellosen Tieren wie Anemonen ist Vorsicht geboten.
3. Illa del Toro, Calvià
Die kleine Insel Illa del Toro ist eine Zone hoher Schutzstufe (Zona d'Alta Protecció) der Reserva Marina de les Illes del Ponent de Mallorca, el Toro, les Malgrats i el Sec (GOIB, Ponent). Dort sind Jetskis verboten, Angeln ebenso. Die Reserva gilt seit dem Decret 26/2025 und wurde zuletzt durch das Decret 30/2026 vom 1. September 2026 geändert, laut Normativa-Seite der Regierung.
- Badestelle an Land: Strand ses Penyes Roges im Ort El Toro, EU-Einstufung 2025 „gut“ (EEA)
- Anfahrt: Bus 106 oder 123 bis Ctra. Magaluf – Santa Ponça 1, rund 250 m von der Badestelle
- Regeln: Schnorcheln ist in der ganzen Reserva frei, Tauchen in Meereshöhlen nicht erlaubt (GOIB, Ponent).
4. Portals Vells, Calvià
Für Portals Vells nennt die Gemeinde die Bedingungen zum Schnorcheln „ausgezeichnet“. Der Grund besteht aus Sand und Seegras in fünf Metern Tiefe (Visit Calvià). Die Bucht liegt offen zu Winden aus Ost und Südost.
- Anfahrt: kostenlos parken in der Umgebung, keine Bushaltestelle im Umkreis von 500 m
- Gut zu wissen: Zur Bucht gehört die Playa del Mago, an der laut Consell de Mallorca FKK üblich ist (Fundació Mallorca Turisme).
- Landseite: Der Wald zwischen Cap de Cala Figuera und Refaubetx ist ein Naturgebiet von besonderem Interesse (ANEI).
5. Sant Elm, Andratx
Sant Elm hat einen großen Sandstrand und einen kleinen Kiesstrand (Visit Andratx). Blaue Flagge 2026, ausgezeichnetes Wasser und Rettungsschwimmer sind belegt. Der Ort grenzt an die Reserva Marina del Freu de sa Dragonera. In der Reserva müssen Boote langsamer als 10 Knoten fahren (GOIB, sa Dragonera).
- Anfahrt: Bus 121 bis Sant Elm 1, rund 70 m vom Strand; kostenlos parken in der Nähe
- Bojenfeld: Für die Zone „Illa Dragonera – Sant Elm“ gilt: Boote machen an Bojen fest und ankern nicht (GOIB, Cuidam la Posidònia).
6. Cala Llamp, Andratx
Die Gemeinde beschreibt Cala Llamp als kleine, felsige Bucht, „ideal for diving“ (Visit Andratx). Einen Sandstrand gibt es nicht, du steigst über eine Treppe hinunter.
- Anfahrt: kostenlos parken in der Nähe, keine Bushaltestelle im Umkreis von 500 m
- Gut zu wissen: Es gibt keine Rettungsschwimmer.
- Untergrund: Fels
7. Cala Fornells, Calvià
Die kleine Bucht endet in einem Strand aus grobem Sand mit klarem Wasser. Davor liegt in vier bis sechs Metern Tiefe ein Grund aus Sand und Fels (Visit Calvià).
- Anfahrt: kostenlos parken in der Umgebung, keine Bushaltestelle im Umkreis von 500 m
- Gut zu wissen: Die Gemeinde empfiehlt Booten, lieber in der geschützteren Nachbarbucht Caló de ses Llises zu ankern. Die Bucht ist offen zu Winden aus Ost, Südost und Süd.
8. Es Trenc, Campos
Der Meeresteil des Naturparks Es Trenc-Salobrar de Campos ist eine der vier Zonen der Reserva Marina del Migjorn de Mallorca (GOIB, Migjorn). Die Reserva umfasst 22.323 ha und reicht vom cap Blanc über das cap de ses Salines bis cala Figuera (GOIB, Migjorn). Das Wasser von Es Trenc ist „ausgezeichnet“, der Sand weiß und fein.
- Anfahrt: Auto bis zum Parkplatz Na Tirapel, weitere Zugänge von sa Ràpita, ses Covetes und Colònia de Sant Jordi. Keine Bushaltestelle in der Nähe.
- Regeln: Schnorcheln ist frei, Unterwasserjagd ist im Meeresteil des Naturparks verboten (GOIB, Migjorn).
- Ankern: Der Naturpark bittet, auf Sand statt auf Seegras zu ankern (GOIB, Espais naturals).
9. Cala Blava, Llucmajor
Cala Blava liegt an der Reserva Marina de la Badia de Palma. Sie umfasst die Küste bis 30 m Tiefe zwischen dem Club Nàutic de s'Arenal und dem cap de Regana, zusammen 2.379 ha (GOIB, Badia de Palma). Das Wasser ist „ausgezeichnet“ (EEA).
- Anfahrt: Bus 504 bis Cedre 2, knapp 470 m
- Bojenfeld: In der Zone „Cap Enderrocat – Cap Blanc – Cala Blava“ müssen Boote an Bojen festmachen (GOIB, Cuidam la Posidònia).
- Gut zu wissen: Der Kern der Reserva, die Zone integralen Schutzes, liegt südlich des cap Enderrocat.
10. Cala Molins, Pollença
Cala Molins in Cala Sant Vicenç ist eine Sandbucht mit klarem Wasser (Pollença). Sie hat 2026 die Blaue Flagge, ausgezeichnetes Wasser, Rettungsschwimmer und einen Lift für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
- Anfahrt: Bus 321 bis Cala Barques, rund 340 m; kostenloser Parkplatz dahinter, sonst in den Straßen des Orts
- Gut zu wissen: Bei kaltem Nordwind wird das Wasser an der felsigen Küste schäumend und unruhig.
- Nebenan: El Maressar nennt die Gemeinde „an ideal place to dive into the sea“. Dort gibt es Kiesel, niedrige Felsklippen, einen steilen Abfall, Riffe über und unter Wasser und mäßige Dünung (Pollença).
Bekannt, aber nicht in der Liste
- Cala Pi, Cala Llombards, Cala Santanyí und Caló des Moro: Die drei ersten haben laut EU ausgezeichnetes Wasser. Ob die Buchten in der Reserva Marina del Migjorn liegen, zeigen die amtlichen Karten nur als Bild, das konnten wir nicht prüfen. Eine amtliche Beschreibung zum Schnorcheln haben wir nicht gefunden.
- Cala Mondragó: Naturpark, Blaue Flagge, Bus, aber keine amtliche Angabe zum Schnorcheln. Sie steht in unserer Liste der schönsten Strände auf Mallorca.
- Cala Agulla, Cala Mesquida und Cala Torta: Ob sie in der Reserva Marina del Llevant liegen, ist aus denselben Gründen offen, und Angaben zum Schnorcheln fehlen.
- Formentor, Cala Figuera und Cala Murta (Formentor): Die Gemeinde beschreibt dort nur die Bedingungen zum Ankern.
Wie wir ausgewählt haben
Aufgenommen haben wir Buchten, für die die Balearen-Regierung oder die Gemeinde ausdrücklich etwas zum Schnorcheln oder zum Meeresgrund sagt, oder die zu einem Meeresschutzgebiet gehören. Vorne stehen Buchten mit amtlicher Schnorchel-Empfehlung und Schutzstatus, dahinter solche mit Gemeinde-Beschreibung und guter Anfahrt. Quellen sind die Seiten der Reserves marines und der Naturschutzgebiete der Balearen-Regierung, die Gemeinden Calvià, Andratx und Pollença, die EU-Einstufung der Saison 2025 laut Europäischer Umweltagentur, die Blaue Flagge 2026 laut ADEAC und der Fahrplan des Verkehrsverbunds CTM (Oktober 2026).
Quellen und Bildrechte
- Quelle
- Govern de les Illes Balears, Les reserves marines a les Illes Balears
- Bilder
- Bastian Riccardi / Pexels (Bedingungen)
- Geprüft
- 24. Oktober 2026 von Andreas Lakeberg
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Rechtlicher Hinweis. Diese Liste fasst Regeln allgemein zusammen und ist keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind allein die verlinkten Vorschriften in ihrer jeweils gültigen Fassung sowie die Auskunft der zuständigen Stelle, etwa der Gemeinde, des Consell de Mallorca oder der Balearen-Regierung. Stand der Angaben: 24. Oktober 2026.
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